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    Drei architektonische Highlights aus … Köln

    Kolumba

    Jahr der Eröffnung: 2007

    Architekt: Peter Zumthor

    Das fällt auf: Das heutige Kunstmuseum des Erzbistums Köln fußt auf den Trümmern der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Pfarrkirche St. Kolumba. Nahtlos verbinden sich miteinander bereits vorhandene und neue Bausubstanzen im Sinne eines „lebenden Museums“. Die noch erhaltenen Fragmente der zerstörten Kirche wurden mit eigens dafür gebrannten ockerfarbenen Backsteinen in das neue Bauwerk integriert, sodass Natur- und Backsteinmauerwerke fugenlos miteinander verschmelzen können und der Geschichte des Ortes Rechnung tragen. Der offen gestaltete Innenraum des Museums ist geprägt von sich verändernden Lichtverhältnissen; künstliche Lichtquellen fehlen hier gänzlich. Die bodentiefen Glasfenster erzeugen dagegen den Eindruck, dass Innen und Außen verschwimmen. Das Filtermauerwerk legt sich wie eine licht- und luftdurchlässige Haut um die Kirchenruine.

     

    Cologne Oval Offices

    Jahr der Eröffnung: 2010

    Architekten: Sauerbruch Hutton

    Das fällt auf: 43.000 m² Bürofläche birgt das Gebäudeensemble aus zwei geschwungenen Baukörpern, das durch seine Bauweise ein Konzept ohne Ecken und Kanten umsetzt. Dank unterschiedlicher Gebäudetiefen passen sich die Raumgrößen an die individuellen Bedürfnisse der Mieter an. Besonderes Highlight sind die farbigen Fassaden-/ Sonnenschutzelemente aus Glas vor den rund 2.500 bodentiefen Fenstern. Je nach ihrer Stellung und dem Lichteinfall changieren die unterschiedlichen Rot- und Grüntöne und geben der Fassade ihr unverkennbares Erscheinungsbild. Integrierte Tageslichtsensoren und Sonnenschutzklappen ermöglichen eine optimale Kontrolle des Innenklimas der Büroräume und schaffen eine günstige Energiebilanz.

    Kranhäuser

    Jahr der Eröffnung: Kranhaus 1: 2008 / Kranhaus Süd: 2009 / Kranhaus Nord: 2010

    Architekten: Alfons Linster, Architektenbüro Bothe, Richter, Teherani

    Das fällt auf: Ganz im Einklang mit dem alten Hafengelände am Rheinufer erinnern die Silhouetten der 62 Meter hohen Kranhäuser an Hafenkräne, deren Bau nur mit den Fachkenntnissen aus der Brückenbautechnik möglich wurde. In einer Höhe von 40 Metern erstreckt sich ein zweigeteilter Ausleger Richtung Rheinufer, den scheinbar nur ein gläserner Treppenturm trägt. Möglich macht dieses Erscheinungsbild eine Spannbetonkonstruktion im Inneren der Gebäude, die das Eigengewicht des „Auslegers“ abfängt. Die Bauweise verhalf nicht nur zur außergewöhnlichen Form der Hafenkräne, sondern löste auch die statischen Herausforderungen. Auf rund 1.600 m² Nutzfläche bieten die Kranhäuser 1 und Süd seit 2009 Büroräume, Kranhaus Nord ist hingegen seit 2010 ein luxuriöses Wohnhaus mit 133 Eigentumswohnungen.