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    Imagine, Symphony of the Seas – Norbert Brunner & experimonde

    20. November 2019 – Auf dem größten Kreuzfahrtschiff der Welt darf man Superlative erwarten! Seit 2018 ist die „Symphony of the Seas“ auf den Weltmeeren für Royal Carribean International unterwegs. Nicht nur rund um die Uhr-Unterhaltung und außergewöhnliche Sportgelegenheiten werden den knapp 7.000 Passagieren in der schwimmenden Stadt geboten – sondern auch Kunst. Eine Vielzahl von Künstlern wurde eingeladen, Werke eigens für die „Symphony of the Seas“ zu schaffen, die den Gast „ins Unerwartete, in eine breite Palette von traumhaften, einfallsreichen Wundern einladen“ sollen, wie es die Reederei beschreibt. Einer dieser Künstler ist Norbert Brunner. Für eines der beiden zehn Stockwerke großen Atrien hat der österreichische Künstler die Installation „Imagine“ kreiert.

    Dafür spannte er zwischen den sechs Aufzügen 19 Kunststoff-Kugeln, jede mit einem Durchmesser von zwei Metern. Neun dieser Kugeln sind mit verbalen Botschaften bestehend aus 20.000 handgeklebten Swarovski-Kristallen bestückt. Neun weitere Sphären zeigen Foto-Objekte, die aus 120 Einzelbildern bestehen und in der 19. Kugel werden schließlich Videos auf einem LED-Panel gezeigt. Die Herausforderung bei diesem Kunstwerk lag in der Umsetzung der Idee: Das einzige Material, das dem Konzept und gleichzeitig den Anforderungen auf dem Schiff gerecht werden konnte, war Kunststofffolie. Norbert Brunner zog Michael Schultes zu Rate, der in Wien „experimonde | die Welt des Experiments“ leitet und sowohl an der Technischen Universität Wien als auch an der Universität für angewandte Kunst experimentelles Bauen mit Folien und Membranen lehrt. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung im Umgang mit Folien in der Architektur wusste er, dass die Folien – um Zuschnitt und Verarbeitung äußerst gering zu halten – extrem weich und dehnbar sein mussten. RENOLIT fertigte eigens dafür eine transparente PVC-Weichfolie. „Das Produkt ist nicht nur UV-stabilisiert und selbstverlöschend nach B1 [Brandschutzklasse B1: schwer entflammbar, brennen nach Entfernen der Zündquelle nicht selbstständig weiter], sondern trotz extremer Weichheit traumhaft zu verarbeiten. Die Folienstapel lagen durchgehend schnurgerade und konnten damit auch ressourcenschonend ausgenützt werden“, schwärmt Schultes. Natürlich gab es allein wegen der Komplexität des Projekts und des Aufstellungsortes für das Team trotzdem einige schlaflose Nächte, bevor das Werk vollendet wurde. Doch das Ergebnis lässt sich sehen!