RENOLIT Projekt Windkraft

    Das Industrieunternehmen RENOLIT plant den Bau eines eigenen Windparks. Der neue RENOLIT Windpark soll auf Landschaftsflächen nahe der Autobahn A61 und der Bundesstraße B47 entstehen. Auf der Fläche will das Wormser Unternehmen insgesamt fünf moderne Windkraftanlagen bauen. 

    Als „Experte für nachhaltige und innovative Polymerlösungen für eine bessere Zukunft“ hat sich RENOLIT der Nachhaltigkeit verschrieben. „Wir sind ein energieintensives Industrieunternehmen, deshalb sind der Klimaschutz und die Sicherheit der Arbeitsplätze gleichermaßen für uns eine große Verantwortung sowie Herausforderung“, erklärt Vorstandmitglied Torsten Maschke. „Wir haben noch einen weiten Weg bis zu 100 Prozent erneuerbaren Energien. Dennoch setzen wir uns ein klares Ziel: Orientiert an den Klimaschutzzielen Deutschlands und der EU wollen wir bis 2045 bei den direkten und den indirekten Emissionen aus eingekaufter Energie (Scope 1 und Scope 2) vollständig CO2-neutral werden. Gleichzeitig wollen wir als einer der größten industriellen Arbeitgeber in Worms einen bedeutenden Beitrag zum Klima- und Effizienzkonzept der Stadt leisten, das eine Reduktion des CO2-Ausstoßes alle fünf Jahre um 10 Prozent vorsieht.“

    Zur Erreichung der gesetzten Ziele hat RENOLIT ein umfangreiches Konzept zur Nutzung erneuerbarer Energien am Standort Worms entwickelt. Dr. Michael Bätz, Geschäftsleitung RENOLIT SE Worms, erklärt: „Die stetig steigenden Energiepreise stellen uns vor weitere Herausforderungen. Nur eine planungssichere Energieversorgung, die sich aus Strombezug am Regelmarkt und selbst erzeugtem Strom zusammensetzt, ist für uns wirtschaftlich darstellbar, da die Netzentgelte, Steuern und Umlagen einen erheblichen Anteil am Energiepreis ausmachen. Vor diesem Hintergrund ist die Nutzung von vor allem Windkraftanlagen im direkten Umfeld unseres Standortes von elementarer Bedeutung.“

    RENOLIT plant, den Windpark gemeinsam mit einem Projektentwickler zu realisieren. An den geplanten Windpark an der A61 und B47 grenzen die Wormser Ortsteile Horchheim, Pfiffligheim und Wiesoppenheim. Der Bürgerschaft in den angrenzenden Ortsteilen stellte RENOLIT das Projekt in mehreren Informationsveranstaltungen vor. Dazu waren alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.
     

    Update 24. November 2025

    RENOLIT begrüßt die Entscheidung der Planungsgemeinschaft Rhein-Neckar, die Fläche östlich der A61 und südlich der B47 als Vorranggebiet für Windenergieanlagen auszuweisen. Dies ebnet RENOLIT den Weg, in unmittelbarer Nähe des Hauptsitzes in Worms einen Windpark mit drei Windkraftanlagen zu errichten. Für das Industrieunternehmen ist dies ein wichtiger Schritt hin zu einer eigenständigen, klimaneutralen Energieversorgung.

    „Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Worms und die Planungsgemeinschaft die Voraussetzungen geschaffen haben, um den Bau eines Windparks zu ermöglichen. Das ist ein wichtiges und starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit unseres Industriestandorts“, sagt Torsten Maschke, Vorstandsmitglied von RENOLIT. „Zugleich ist es ein klares Bekenntnis von Wirtschaft und Politik zu Klimaschutz und nachhaltiger Industrie in unserer Region.“

    Nähere Informationen finden Sie hier.

     

     

    Fragen & Antworten

    Fragen & Antworten: RENOLIT Windpark

    Das Projekt

    Warum plant RENOLIT einen Windpark?

    Als „Spezialist für nachhaltige und innovative Polymerlösungen für eine bessere Zukunft“ haben wir uns der Nachhaltigkeit verschrieben. Wir sind ein energieintensives Industrieunternehmen, deshalb ist der Klimaschutz für uns eine große Verantwortung sowie Herausforderung. Wir haben noch einen weiten Weg bis zu 100 Prozent erneuerbaren Energien. Dennoch setzen wir uns ein klares Ziel: Orientiert an den Klimaschutzzielen Deutschlands und der EU wollen wir bis 2045 bei den direkten und den indirekten Emissionen aus eingekaufter Energie (Scope 1 und Scope 2) vollständig CO2-neutral werden. Zur Erreichung der gesetzten Ziele haben wir ein umfangreiches Konzept zur Nutzung erneuerbarer Energien am Standort Worms entwickelt. Die stetig steigenden Energiepreise stellen uns vor weitere Herausforderungen. Nur eine Energieversorgung, die sich aus Strombezug am Regelmarkt und selbst erzeugtem Strom zusammensetzt, ist für uns wirtschaftlich darstellbar, da die Netzentgelte, Steuern und Umlagen einen erheblichen Anteil am Energiepreis ausmachen. Vor diesem Hintergrund ist die Nutzung von vor allem Windkraftanlagen im direkten Umfeld unseres Standortes von elementarer Bedeutung.

    Darüber hinaus wird das Thema Nachhaltigkeit bei unseren Kunden zu einem zukünftigen Kaufkriterium. Um zukünftig auch weiterhin ein verlässlicher Partner für unsere Kunden zu sein, müssen wir unseren Energiebedarf über erneuerbare Energien decken.

    Außerdem betreiben wir seit 2015 ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001. Die regelmäßige Überprüfung unserer Prozesse auf Energieeffizienz und das Umsetzen von Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs gemessen an unserem Produktionsvolumen ist hierbei unabdingbar. Die Modernisierung unseres Anlagenparks ist dabei ein wichtiger Baustein, ebenso der Einsatz moderner Energieversorgungsanlagen und die Sensibilisierung unserer Mitarbeitenden im Umgang mit diesen.

    Welchen Stellenwert spielt Windenergie für RENOLIT?

    Wir werden in den nächsten Jahren die Dekarbonisierung unseres Energieverbrauchs massiv vorantreiben. Dafür prüfen wir alle Optionen – von Speicherlösungen, Geothermie, Biomasse, Wasserstoff, Wärmepumpe, Elektrifizierung der Wärmeprozesse, PV-Anlagen bis hin zu Windkraftanlagen für unser großes Ziel der CO2-Neutralität. So haben wir letztes Jahr beispielsweise ein so genanntes „Power Purchase Agreement (PPA)“ mit dem norddeutschen Energieversorger EWE abgeschlossen. In den Jahren 2025 bis 2028 nehmen wir den gesamten Strom, den das Wasserkraftwerk Bremen-Hastedt produziert, ab. Um allerdings die gesetzten Klimaziele zu erreichen, werden wir in die Windkraft investieren müssen.

    Der Standort

    Wo ist der Standort für den geplanten Windpark?

    Die Fläche für den geplanten Windpark liegt direkt an der Autobahn A61 und der Bundesstraße B47. Aus aktueller Sicht ist die geplante Fläche für uns – die Stadt Worms, die Bürgerinnen und Bürger sowie RENOLIT alternativlos, da die Fläche links neben der Autobahn eine Vorrangfläche für ein Industriegebiet ist.

    Wie groß ist der geplante Windpark?

    Der geplante Windpark liegt an der A61/B47und ermöglicht den Bau von fünf Windenergieanlagen (WEA). Die Anlage liegt nur 1,8 Kilometer von unserem Werk in Worms entfernt und ermöglicht dadurch eine direkte Stromleitung in unser Werk.

    Wie viel Strom soll der Windpark produzieren?

    Jede Windenergieanlage (WEA) produziert 7,5 Megawatt (MW). Dies entspricht 18 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr. Der komplette Windpark hätte mit fünf Windenergieanlagen (WEA) eine installierte Leistung von 37,5 MW. Wir würden damit ca. 90 GWh pro Jahr Windenergie produzieren.

    Zur Einordnung: Die Industrie verbraucht 70 Prozent des gesamten Stromverbrauchs der Stadt Worms. Auf RENOLIT entfallen rund sieben Prozent des Stromverbrauchs der Stadt Worms. Mit dem Windpark würde RENOLIT den Anteil an erneuerbaren Energien in der Region signifikant erhöhen.

    Welche Größe haben die Windenergieanlagen?

    Die Windenergieanlagen haben eine Nabenhöhe von 200 Metern und einen Rotordurchmesser von 180 Metern bzw. 290 Metern (maximale Höhe).

    Welche Investitionen sind für den Windpark geplant?

    Die Gesamtinvestitionen für den kompletten Windpark belaufen sich auf ca. 75 Millionen Euro. Neben den Kosten für die fünf Windenergieanlagen (WEA) je 12,5 Millionen Euro, fallen noch Kosten für die Leistung (1,6 Millionen Euro), das Umspannwerk (6 Millionen Euro) sowie für den Speicher an. Die Betriebskosten für den Windpark schätzen wir auf ca. 2,5 Millionen Euro pro Jahr. Das Projekt würde sich bei einer Lebensdauer von mindestens 25 Jahren nach ca. acht Jahren amortisieren.

    Gibt es Alternativen für den Standort?

    Wir haben der Stadt Worms potenzielle Freiflächen im Umkreis von fünf Kilometern um das Werk herum vorgeschlagen. Die Stadt hat sich hierzu beraten und uns die Fläche an der Autobahn A61 und der Bundesstraße B47 als mögliche Fläche angeboten. Aus aktueller Sicht ist die geplante Fläche für uns – die Stadt Worms, die Bürgerinnen und Bürger sowie RENOLIT – alternativlos, da die Fläche links neben der Autobahn eine Vorrangfläche für ein Industriegebiet ist.

    Wäre auch ein Ausbau des Windparks möglich?

    Nicht auf der aktuell angestrebten Fläche. Auf die vorgesehene Fläche können max. fünf WEA errichtet werden. Sollten weitere angrenzende Flächen für Windenergie in den Flächennutzungsplan aufgenommen werden, wäre eine Erweiterung möglich.

    Der Zeitplan

    Wie sieht das Genehmigungsverfahren aus?

    Die Stadt Worms hat uns im ersten Schritt die Fläche zugewiesen. Im März 2025 haben wir dann den geplanten Windpark in einer nicht-öffentlichen Sitzung dem Bauausschuss der Stadt Worms vorgestellt. Dieser hat für das Projekt Windpark gestimmt. Die Stadt Worms berät Anfang November 2025 in einer öffentlichen Stadtratssitzung über das Projekt.

    Die Potenzialfläche war bereits im bisherigen Planverfahren als Kernsuchraum identifiziert worden. Wir haben bereits bei der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) beantragt, die Potenzialfläche in das aktuelle Planverfahren aufzunehmen und als Vorranggebiet zur Nutzung für die Windenergie auszuweisen.

    Wie sieht der Zeitplan aus?

    Im Juli 2025 fanden Informationsveranstaltungen in den drei benachbarten Ortsteilen statt, eine weitere Verstaltung ist Ende Oktober 2025 in Pfeddersheim angesetzt. Anfang November 2025 wird in einer öffentlichen Stadtratssitzung über das Projekt beraten. Bei einer Zustimmung für den Windpark wird dieser danach in den regionalen Flächenplan für Windräder der Metropolregion Rhein-Neckar aufgenommen. Insgesamt rechnen wir mit einer Projektdauer von fünf bis sieben Jahren – von der Genehmigung bis zur Inbetriebnahme.

    Angedachte Projektentwicklung:

    2024: Projektidee
    2026: Untersuchungen und Gutachtenerstellung
    2027: Genehmigungsverfahren
    2029: Erhalt BImSchG-Genehmigung
    2030: Inbetriebnahme

    Mehrwert für die Stadt

    Welchen Mehrwert hat der Windpark für die Stadt?

    Der Bau des Windparks bringt viele Mehrwerte für die Stadt Worms und die Bürgerschaft. Zum einen trägt der Windpark zur Reduzierung der CO2-Emission und weiterer Emissionen in der Region bei (30.000 - 60.000 t CO2/a). Außerdem kommt es zu einer Erhöhung erzeugter und genutzter Energien aus erneuerbaren Energien. Hiermit tragen wir erheblichen zu den Zielen der Stadt Worms bei. Diese möchte zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien setzen und gleichzeitig alle 5 Jahre 10 Prozent CO2 einsparen. Aktuell haben wir einen Anteil am Stromverbrauch in Worms von 7 Prozent. Die Industrie trägt mit 70 Prozent den Bärenanteil des Stromverbrauchs in Worms. Ohne Unterstützung aus der Industrie und einer guten Kooperation sind die Ziele der Stadt Worms nicht erreichbar. Die Stadt Worms wird zudem von planbaren und langfristigen Einnahmen – aus der finanziellen Beteiligung (§6 EEG) und den Pachteinnahmen für die Grundstücksflächen – profitieren. Und RENOLIT kann somit auch langfristig sichere und attraktive Arbeitsplätze in Worms anbieten.

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