Schwimmdecken

Floating cover of Ersa before filling
Floating cover of Ersa after filling
Floating cover in Corsica, France
Floating cover of Comhurex, France

Geomembranen finden weithin Verwendung zur Abdichtung sowohl des Grunds als auch der Böschungen von Stau-, Rückhalte- oder auch Absetzbecken.

Mitunter jedoch kann es auch erforderlich sein, als Schutz vor Verdampfung, Schmutzeintrag, Regenwasser oder auch zur Verhinderung einer Ausbreitung von Gasen oder Gerüchen eine wasserdichte Schwimmdecke aufzubringen.

  • Trinkwasseraufbewahrung: die Decke schützt das Wasser vor Verunreinigung
  • Lagerung von konzentrierter Sole oder Chemikalienlösungen oder zum Schutz von Salzlösungen vor Niederschlagswasser
  • Schutz der Umwelt vor Gasschwaden und Gerüchen. Hierbei sind der Abdeckung eine besondere Drainagevorrichtung sowie ein System zur Gasrückgewinnung zur Seite zu stellen.

Die an der Oberfläche der Flüssigkeit schwimmende Geomembran sorgt für eine solche Abdeckung.
 
Grundlegende Merkmale einer Schwimmdecke:

Ein Schwimmdecke besteht aus einer flexiblen Geomembran derselben Abmessungen wie die Geomembran, die für die Wasserabdichtung des Staubeckens sorgt; die Befestigung erfolgt dabei an der Krone der Böschungen. Sodann wird die Flüssigkeit zwischen den beiden Membranen eingefüllt, sodass die Abdeckung an der Oberfläche der Flüssigkeit schwimmt.

Das Niveau der Oberfläche ist abhängig von der Füllhöhe der bedeckten Flüssigkeit. Dementsprechend verbleibt eine gewisse Menge an Material im Faltenbereich, das von Ballastleinen und Schwimmern an Ort und Stelle gehalten wird. Das konkret angewandte Verfahren kann sich von Standort zu Standort unterschiedlich gestalten.

Zum Schutz vor Windlast wird die Geomembran zusätzlich auf der Krone befestigt.

Alternativ dazu lässt sich die Schwimmdecke auch mit einer Schicht Wasser bedecken. Allerdings ist dabei eine Vorrichtung vorzusehen, die überschüssiges Regenwasser von der Decke ableitet. Hierzu sind sowohl Pumpen als auch Freispiegelabflüsse verbreitet.

Die Einrichtung einer Gasdrainage ermöglicht die Verflüchtigung von Gasen, die sich – etwa infolge einer Belüftung des Wassers – unter der Decke sammeln.

Schließlich noch ist eine Falltür einzurichten, die einen Zugang zwischen Decke und Wasserabdichtungsmembran des Beckens für die spätere Wartung schafft.