Wünsche an den Weihnachtsmann

Ein weiteres bewegtes Jahr neigt sich dem Ende zu, die Vorfreude auf die ruhigen Feiertage kommt langsam auf. Doch bevor man diese genießen kann, will noch das ein oder andere Geschenk besorgt werden. Das Schenken hat eine lange Tradition – nicht nur in unseren Breitengraden, sondern in allen Kulturen, und ist um diese Zeit nicht wegzudenken!

Bereits Kinder lernen schnell, dass Schenken und Teilen Handlungen sind, die Positives mit sich bringen: Es wird Vertrauen aufgebaut, Wohlwollen kommt auf und meistens erhält man auch ein Geschenk zurück. Über die Jahrhunderte waren Geschenke nicht nur der Kitt ganzer Gesellschaften, sondern – in Form von Opfergaben – sogar ein Mittel zur Besänftigung der Götter. In Konfliktsituationen dienten Geschenke zudem über Jahrhunderte als Verhandlungsform: Vom Friedensangebot bis zum Machtbeweis konnte alles über das Geben oder Annehmen von Geschenken ausgedrückt werden.

Doch an Weihnachten geht es um etwas anderes: Wir wollen Freunden und Familie eine Freude machen, zeigen, dass wir an sie denken. Vor allem Kinder sollen die Magie des Weihnachtsfests genießen. Sie schreiben dem Weihnachtsmann, was sie sich wünschen. Über 50.000 Briefe jährlich empfängt der in den 1960er Jahren ins Amt berufene „Weihnachtsmann“ der Deutschen Post. In den ehrlich geäußerten Wünschen der Kinder und auch des ein oder anderen Erwachsenen spiegeln sich dabei immer die Probleme und Konflikte des Jahres wider. Eine der am häufigsten geäußerten Bitten zum diesjährigen Fest war, allen obdachlosen Kindern und ihren Familien ein zu Hause zu schenken. Das lässt das Architektenherz sofort höher schlagen und auch schon das erste Bild einer Notunterkunft vor dem inneren Architektenauge entstehen – ein durchaus spannendes Projekt...

Beruhigend andererseits aber auch, dass auf Platz 1 immer noch Spielzeug und Süßigkeiten stehen. Diesen Wunsch können wir schon eher allen erfüllen und etwas Spannendes unter den Baum legen. Wenn es dann noch in schöne Geschenkfolie verpackt ist, umso besser. Das innere Bild der Notunterkunft nehmen wir derweil ins neue Jahr mit...

Wir wünschen ein besinnliches, frohes Fest und ein erfolgreiches neues Jahr!