Sogo Kagu Showroom von Kengo Kuma

Das japanische Architekturbüro Kengo Kuma and Associates ist bekannt für Entwürfe, die sich in die Landschaft einfügen statt sie zu dominieren. Das funktioniert auch ohne die Verwendung von ausschließlich organischen Materialien, wie ein Entwurf Kengo Kumas für den Möbelhersteller Sogo Kagu in der Präfektur Mie zeigt. Das aus zwei Teilen bestehende Gebäude wurde als Showroom aber auch als Produktionsstätte konzipiert. Es soll der Firmenphilosophie entsprechend einen neuen Lifestyle transportieren, der sich an modernsten Technologien orientiert. Der Möbelhersteller hat sich auf Produkte aus gegossenem Urethan, einer Art Kunststoffschaum, spezialisiert. Kunststoffe spielen daher auch bei den für den Bau des Gebäudes verwendeten Materialien eine wichtige Rolle. Die wellenförmig angelegten Außenwände bestehen aus Urethanschaum, der um ein stählernes Skelett herumgewickelt wurde. Beide Seiten wurden außerdem mit einer weiteren Hülle umgeben, um ein weiches und mehrschichtiges Äußeres, ähnlich einer Tierhaut, zu schaffen. Während die Außenhülle mit EFTE-Folie ausgekleidet wurde um wärmeisolierend zu wirken, wurde die Wand zum Inneren mit transparentem PVC und Drahtgitter versehen. Im Innern strukturieren miteinander verschachtelte Konstruktionen aus Sperrholz den Raum und setzen sich somit von den anorganischen Materialien ab. Die Lebendigkeit des zweistöckigen Gebäudes ergibt sich dabei aus der Kombination der trägen Stahlkonstruktion und der flexiblen anderen Werkstoffe, die kleinteilig und gitterförmig angeordnet Bewegung andeuten. Im Kontrast dazu steht das streng wirkende, viereckige Dach, welches die durch eine Einfahrt voneinander getrennten Gebäudevolumen miteinander verbindet.

Fotos: Masao Nishikawa

Der Sogo Kagu Showroom