Medizinisch-Psychologisches Zentrum - Comas-Pont Arquitectes

Anna Pont und Jordi Comas heißen die kreativen Köpfe und Gründer des Architekturbüros Comas-Pont Arquitectes, die Ende 2016 das Medizinisch-Psychologische Zentrum für die Fundació Centre Mèdic Psicopedagògic von Osona, Barcelona fertigstellten. Dabei handelt es sich um einen modularen Gebäudekomplex, der als Therapie- beziehungsweise Rehabilitationszentrum für psychische Krankheiten entwickelt wurde.

Zu einer schnellen Genesung der Bewohner sollte auch das Gebäude beitragen. Daher verfolgte das Architektenduo einen ganzheitlichen Ansatz und schuf einen Entwurf aus weitestgehend nachhaltigen Materialien.

Das Zentrum besteht aus immer denselben, 6 Meter breiten und unterschiedlich langen Raummodulen, die sich auf einer Fläche von fast 1.700 Quadratmetern verteilen. Sie sind komplett ebenerdig gebaut und barrierefrei begehbar. Rund um einen zentralen Eingangspavillon gruppieren sich die verschiedenen Abteilungen. Die Gebäude passen sich dabei dem ursprünglichen Gelände an und sind jeweils durch eigene Gärten voneinander getrennt. Sie verfügen über ein wirtschaftliches, variables und hocheffizientes Energiesystem, das den Energiebedarf auf die Belegung und das Außenklima anpasst.

Die Fassadenverkleidung besteht aus einem einzigen Material. Die Sparsamkeit, die dadurch suggeriert wird, steht in starkem Kontrast zur Gestaltung der Südfassaden, die alle eine Gartenzone zwischen Innen und Außen aufweisen, die von den Bewohnern selbst bewirtschaftet wird. Schützende Vorhänge aus UV-resistentem, transparentem PVC trennen die Gärten nach außen ab. Sie akkumulieren in geschlossenem Zustand die Abwärme und schützen gleichzeitig vor Sonneneinstrahlung. Sind sie geöffnet, wird die Wärme nach außen geleitet. Zur Gestaltung der Innenräume wurde hauptsächlich Holz verwendet.

Die Nachhaltigkeit des Projekts macht sich nicht nur am Energie-Ausweis bemerkbar, der dem Gebäude den Grad „A“ der Kategorie „Hocheffizient“ bescheinigt. Die wirtschaftliche Nachhaltigkeit, der wohnliche Maßstab und die warm gestalteten Innenräume machen es, zusammen mit der engen Verbindung zur umgebenden Natur, zu einem „gesunden Gebäude“. Das zeigt wieder einmal, dass  Gesundheit und gesundes Bauen eng miteinander verknüpft sind.

 

Foto: Adrià Goula

Diese Art Anwendung ist mit transparenter Folie von RENOLIT umsetzbar.

Das Zentrum