Luther 1521 in Worms – eine Ausstellung am Ort des Geschehens

Vom 13. Februar bis zum 29. Mai 2017 besinnt sich Worms seiner geschichtlichen Bedeutung. Die als Nibelungen- und Lutherstadt bekannte Stadt ist eine der ältesten Deutschlands. Ihr Wahrzeichen, der Dom St. Peter zu Worms, gehört neben dem Mainzer und dem Speyrer Dom zu den drei romanischen Kaiserdomen.

Das in der Spätantike gegründete Bistum Worms erreichte im Hochmittelalter seinen Höhepunkt an Macht und Einfluss. Die Stadt hatte seit dem 12. Jahrhundert aber auch einen selbstständig agierenden Stadtrat als Vertreter des Bürgertums. Dies hatte einen Streit um die faktische Macht über die Stadt zur Folge, der bis zum 16. Jahrhundert andauern sollte. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Stadt ihre wirtschaftliche Blütezeit bereits überschritten. Die Geistlichkeit, die im 16. Jahrhundert Schätzungen zufolge 30 – 50 % der Stadtbevölkerung ausmachte, hatte so viele Sonderrechte für sich durchgesetzt, dass dem Stadtrat nur sehr wenig Handlungsraum blieb. Bürgeraufstände und Fehden waren die Folge und schufen Bedingungen, in denen sich das neue Gedankengut der Reformation schnell ausbreiten sollte. 

1521 wurde Martin Luther, der durch den Kirchenbann quasi zum Ketzer deklariert wurde, nach Worms geladen. Er sollte während des hier stattfindenden Reichstags dem Kaiser gegenüber seine Lehren widerrufen. Er tat es nicht. Ein einfacher Mönch, der das Wort gegen den Kaiser erhob – das hatte es bis dahin noch nie gegeben. Luther wurde vom Volk umjubelt und gefeiert, Worms wurde zum Zentrum der Reformation.  

Begibt man sich in Worms auf Martin Luthers Spuren, beginnt man am besten im Heylshof-Park. Hier befand sich einst der Bischofssitz, an dem Martin Luther 1521 verhört wurde. Im Heylshof-Museum wird der Besucher auf eine Zeitreise entführt. Der historische Ort wird mit Hilfe von aufwendigen 3D-Animationen und Visualisierungen wieder ins Leben gerufen. Besucher der Ausstellung können wie noch nie ins Worms des Jahres 1521 eintauchen.  

Konzipiert wurde die Ausstellung von eichfelder artworks. Freistehende Wandelemente sind mit brillanter, lila Folie bezogen, auf die Bilder, Texte und Animationen gedruckt sind. Die verwendete Druckfolie stammt von RENOLIT CONTACT. Sie weist durch ihre Beschaffenheit besonders bei hochauflösenden Digitaldrucken sehr beständige Ergebnisse auf. Eine transparente Folie, die durch eine speziell entwickelte Prägung unerwünschte Lichtreflektionen verhindert, deckt die Drucke ab und erhöht dadurch ihre Lebensdauer sowie ihre Wertigkeit.

Die Ausstellung im Heylshof