Haus in Tounsuien, Hiroshima _ Suppose Design

Die Architekten von „Suppose Design“ aus Hiroshima, Japan, haben eine erfrischende Auffassung von Architektur. Makoto Tanijiri, der das Büro im Jahr 2000 gegründet hat, definiert seine Arbeit für sich und sein Team als die Chance, neue Ideen von Gebäuden und die Beziehung aller interaktiven Elemente zu realisieren. Er hat Freude daran, neues Potenzial in der Architektur zu entdecken und kreative Antworten auf alltägliche Fragen zu finden – allein durch die Betrachtung der Gegebenheiten aus verschiedenen Perspektiven und mit frischem Blick. Als Architekt ist er der Überzeugung, dass der Mensch seine Umwelt stetig verbessern möchte. Daraus schöpft er die nötige Energie, um Lösungen für das alltägliche Leben zu entwickeln.

Mit dem Entwurf eines Wohnhauses in Tousuien, Hiroshima, hat er bewiesen, mit welcher Leichtigkeit er seine Ideen umsetzt. Das kleine Haus wurde für zwei Erwachsene und drei Kinder gebaut. Es steht in einer dicht bebauten Wohngegend, auf einem langen, schmalen Grundstück, das an drei Seiten an die Nachbarhäuser grenzt. Diese schotten sich durch massive, geschlossene und dadurch abweisend wirkende Außenwände von der Umgebung ab.

Die Architekten von Suppose Design wollten für ihre Bauherren helle Innenräume schaffen, ohne ihre Privatsphäre zu opfern. Die massiven Außenwände wurden durch leichte, transluzente Kunststoffplatten ersetzt. Sie erlauben es dem Licht, den gesamten Raum zu durchfluten, ohne aber Einblicke von außen zu gewähren. Nicht nur durch die ungewöhnliche Fassade, sondern auch durch seine klare, puristische Form hebt sich der Baukörper von der umliegenden Bebauung ab. Ein Stahlskelett mit einem innenliegenden Kern, in dem die Sanitärräume untergebracht sind, gliedern die Räume. Die Fassade bleibt frei von tragenden Elementen und kann somit ohne Unterbrechung die drei Geschosse umschließen. Die schmalen, reduzierten Räume erhalten dadurch eine Großzügigkeit, die von der kühlen Eleganz des Sichtbetons und der weiß lackierten Stahlträger der Tragstruktur im Inneren noch unterstrichen wird.

 

Fotos: Takumi Ota, Toshiyuki Yano

Das Haus