FlowerHouse, Gorenflos Architekten

In einer Kreuzberger Kirche wurde ein winziges Haus zum Ort der Andacht.
Im Zusammenhang mit der „Hymnos Mariae“, einer Veranstaltung der Marien-Liebfrauen-Kirche in Berlin Kreuzberg, entwickelten die Architekten von Matthias Gorenflos eine pneumatische Konstruktion in Form einer großen Blume, die zugleich ein sogenanntes „Tiny House“ – zu Deutsch „winziges Haus“ – ist.

Auf einer Grundfläche von 2,40m x 1,60m sind sechs blattartige Pneus aus transluzentem Material formgebend. Sie lassen sich wie bei einer Knospe nach oben schließen. Die Konstruktion ruht auf einem zusammenklappbaren elliptischen Stahlunterbau, der wiederum auf Rädern steht. Dadurch lässt sich das FlowerHouse sehr leicht auf- und abbauen sowie transportieren.

Zwischen den pneumatischen Blütenblättern entsteht eine Wohn- und Schlaffläche für zwei Personen mit uneingeschränktem Blick nach oben. Die Blätter bilden somit die Wände des Hauses deren abstrahierende Wirkung durch die Transluzenz ihres Materials hervorgerufen wird. Öffnungen zwischen diesen Wänden dienen, bewusst undifferenziert, als Türen oder Fenster. Sie lassen sich mittels raumhoher Reißverschlüsse komplett verschließen. Die Blume wird dadurch zu einer geschlossenen Knospe oder Kapsel, die nun nur noch den Blick nach oben freigibt.

Den Besuchern der „Hymnos Mariae“ wurde mit dem FlowerHouse eine Möglichkeit zur Kontemplation und zum Schlafen geschaffen, ohne dabei den Blick zum Himmel zu versperren.

 

Fotos: Mathias Richter

das "tiny house"