The Ocean Cleanup

 

2014 sorgte der 18-jährige Boyan Slat aus Delft weltweit für Schlagzeilen. Seine simple und doch wirkungsvolle Idee, wie man unsere Weltmeere vom Plastikmüll befreien könnte, brachte ihm nicht nur eine Crowdfunding-Spende von rund 2 Millionen Dollar, sondern auch als jüngster Preisträger den Titel „Champion of the Earth“ ein. Dieser besondere Umweltpreis wird seit 2005 von der UN verliehen. Prominentester Preisträger ist wohl der ehemalige US-Vizepräsident und heutiger Umweltaktivist Al Gore.

The Ocean Clenaup ist die Antwort auf die Verschmutzung der Weltmeere, die in den vergangenen Jahren auch vermehrt in den Fokus der Öffentlichkeit rückten. Achtlos weggeworfener Kunststoff wird über Flüsse ins Meer geschwemmt. Durch die Meeresströmungen wird er vielerorts zu großen Inseln auf dem Wasser zusammengetrieben. Die größte ist der sogenannte „Pacific Garbage Patch“ mit einer Fläche viermal so groß wie Deutschland. Diesen möchte das Ocean Cleanup Projekt zuerst in Angriff nehmen. Die Idee ist einfach und dennoch genial: Das Meer soll sich mithilfe seiner natürlichen Strömung selbst reinigen. Hierzu werden entgegen der Strömung „Plastik-Fallen“ aus PVC-Membran angebracht, die wie eine Blockade funktionieren. Man hat festgestellt, dass Plastikmüll fast ausschließlich in den oberen vier Metern des Wassers treibt. Daher reicht die schlauchförmige Konstruktion von Ocean Cleanup nur wenige Meter tief. Fische können problemlos unter der Barriere hindurch.

Der eingesammelte Kunststoffmüll soll anschließend recycelt werden. Durch die Wiederverwendung würde der Plastikmüll mehr Geld einbringen, als das Einsammeln kostet. So steht das Ocean Cleanup Projekt beispielhaft für eine sinnvolle Verwendung von Kunststoff und für den Umweltschutz.

The Ocean CleanUp