El observatorio de nubes – Folienwolken über Madrid

Wer in der Großstadt lebt, bewundert nur selten den Himmel und die bizarren Formen der Wolken! Doch Wolken sind nicht nur schön anzusehen, sondern spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Klimas. In Wüstengegenden werden beispielsweise in den Oasen durch das Verdunsten von Wasser 70% der einfallenden Sonneneinstrahlung zurückreflektiert, sodass sich die Oberflächen am Boden weniger aufheizen. Kühlung durch Verdunstung und Kondensation von Wasser ist ein effizientes, geschlossenes System – anders als Klimaanlagen, die einen Raum nur kühlen wenn sie im Gegenzug einen anderen aufheizen.

Die Analyse dieser Art von Systemen liegt der Arbeit der Architektin Carolina González Vives von Ojo de Pez Arquitectura zu Grunde. Das Prinzip lässt sich gut auf die Gestaltung von Außenräumen übertragen und durch eine geeignete Software genauestens kontrollieren.

 

Die Architektin hat in Madrid die Dachterrasse des Hauses gestaltet, das die diesjährige Architektur- und Designausstellung „Casa Decor“ beherbergt. Observatorio de nubes - zu Deutsch Wolkenobservatorium - nennt sie diesen urbanen Raum hoch über den dichtenbebauten Straßenzügen von Madrid, in dem ein Café und ein Restaurant zu finden sind. Die Analyse der Luftzirkulation, der Reflexion der Oberflächen und der Oberflächentemperaturen gaben ihr die Möglichkeit, Formen und Materialien so zu bestimmen, dass die gekühlte Luft am längsten kühl bleibt. Durch die geschickte Kombination von Wasserverdunstung und Schatten hat sie diese Hitzeinsel in der Großstadt zu einer frischen Oase werden lassen. 

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