Evita – Das Museum der Schönen Künste im Palacio Ferreyra

1916 entstand in Córdoba nach Plänen des französischen Architekten Ernst-Paul Sanson der Palacio Ferreyra. Der Entwurf folgt der Typologie des „Petit Palais‘ und gilt als Zeugnis für den Einfluss des französischen Klassizismus auf das Bild argentinischer Städte. Heute beherbergt der Palais das “Museo Superior de Bellas Artes Evita” - das Museum für Schöne Künste Evita, dessen Dauerausstellung die Sammlung des „Instituto Nacional de Investigaciones Históricas Eva Perón“ dem Publikum zugänglich macht.

Der Umbau wurde vom argentinischen Büro GGMPU Arquitectos geleitet. Sie erhielten die ursprüngliche Struktur des Palais‘. Vor allem die zentrale Halle wurde in ihrem ursprünglichen Zustand gelassen. Dadurch ist sie weiterhin der funktionale Mittelpunkt des Gebäudes und bietet Zugang zu den Ausstellungsräumen auf allen Geschossen. Die der Halle angegliederten, ehemals kleinteiligen Räume wurden dagegen zu jeweils einem großen Raum je Flügel zusammengefasst. Diese neue Großzügigkeit ermöglicht bessere Blickbeziehungen, die das Wahrnehmen des Museums als Einheit ermöglichen.

Eine der Herausforderungen, die der Umbau mit sich brachte, war den Anforderungen der neuen Funktion gerecht zu werden. Ein wichtiger Aspekt war – neben Brandschutz, behindertengerechte Zugänglichkeit aller Räumlichkeiten, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssteuerung in den Ausstellungsräumen – die Lichtsteuerung. Vor die gemauerte Hülle des Gebäudes und ihren Fenstern wurden innen Spanndeckenfolien aus transluzentem PVC angebracht. Sie filtern tagsüber das Licht und werden abends in der Regel mit weißem Licht, oder mit RGB-Strahlern farbig hinterleuchtet. Wie eine von innen heraus leuchtende Haut tauchen sie so die Ausstellungsräume in ein gleichmäßiges Licht.Möglich ist dieser Effekt mit der RENOLIT Spanndeckenfolie in der Ausführung Satin Matt Transluzent.Die Schnittstelle zwischen der historischen zentralen Halle und dem neu gestalteten Eingangs- und Foyer-Bereich wird durch eine geschosshohe Glasebene markiert, die mit einer bedruckten perforierten Membran beschichtet ist. Ein im Maßstab stark überzogen dargestelltes Bild der zentralen Halle wirkt durch die grobe Zeichnung der Pixel sehr abstrakt. Es lässt beim Eintreten den Raum dahinter erahnen und scheint anzukündigen, was den Besucher erwartet.

 

Fotos: wikiarquitectura.com

Palacio Ferreyra