The Art of ReCreation – Pavillon und pneumatische Installation

Im Tiefhof des sogenannten 21er-Hauses, dem Museum für zeitgenössische Kunst in Wien, wird bis zum 28. September eine Ausstellung zu innovativen Freizeitarchitekturprojekten aus Österreich und Schweden gezeigt.

Die Ausstellung wurde vom Lehrstuhl für Architekturtheorie an der TU Wien unter Leitung von Dörte Kuhlmann in Kooperation mit der Schwedischen Botschaft und dem 21er Haus initiiert und kuratiert. Ein Pavillon und begleitende pneumatische Ausstellungsdisplays entstanden als Studentenprojekte in Entwerfenkursen, die von Kristina Schinegger und Stefan Rutzinger von soma architecture sowie Christoph Müller betreut wurden.

Der Pavillon besteht aus dünnen Aluminium-Rohren. Sie ergeben eine ineinander verschlungene Struktur, ohne zusätzliche Verbindungsmittel, die von dem Vorbild Filz inspiriert ist. Im Kontrast zu dieser tragfähigen, komplexen Struktur stehen 25 transparente Luftkissen aus PVC. Sie sind streng am bestehenden Fugenraster der Bodenplatten ausgerichtet und verteilen sich rund um den Pavillon. Diese Pneus dienen als zusätzliche Ausstellungsmodule, den sogenannten „tourist bubbles“. Auf ihrem Boden sind die vorgestellten Hotels abgebildet.

Das Studium des Materialverhaltens war Teil der Entwurfsübung: Wie verformt sich der elastische Kunststoff beim Befüllen mit Luft? Transformationen, Nähte und Faltenwurf sollten bewusst als Gestaltungsmittel eingesetzt werden. Zuerst experimentierten die Studenten mit digitalen Simulationen. Dann ging es an die handwerkliche Umsetzung von Prototypen. Hierbei erhielten sie Unterstützung

durch Michael Schultes und Carolin Lotz vom Verein „experimonde | die Welt des Experiments“ in Kooperation mit RENOLIT. Durch Strecken, Zerreißen und Dehnen entwickelten die Studenten ein Gespür für das Materialverhalten. Diese Erkenntnisse flossen wieder in die virtuellen Modelle ein, sodass am Ende eine Reihe experimenteller Projektstudien entstand. Die Idee, die schließlich für die Realisierung verfolgt wurde, stammt von Patricia Bilobradek und Andreas Bachmann.

Die Ausstellung wird ab Herbst voraussichtlich in verschiedenen Städten Österreichs gezeigt, sowie an der Architekturhochschule der schwedischen Kulturhauptstadt Umeå.

The Art of ReCreation