Bouncing Bridge – Atelier Zündel Cristea, Paris

Brücken kann eine Stadt am Wasser eigentlich nicht genug haben. Sie sind nicht nur dafür da, von A nach B zu gelangen, sie sind auch Treff- und Aussichtspunkt und maßgeblicher Bestandteil des Stadtbildes. In Paris gibt es 37 Brücken, die über die Seine führen. Ein Wettbewerb sollte Ideen sammeln für eine weitere Möglichkeit, die Seine zu überqueren. Eine spektakuläre Idee lieferte das Pariser Büro ACZ, Atelier Zündel Cristea. Sie erdachten eine Reihe von drei gigantischen Trampolins. Diese bestehen jeweils aus einem aufblasbaren Ring aus PVC mit einem Durchmesser von fast 1,70 Metern. Jeder von ihnen ist mit 3.700 Kubikmetern Luft gefüllt und jeweils an zwei gegenüberliegenden Seiten aufgebogen, sodass sich ein Torbogen ergibt. Als Ganzes hat er einen Durchmesser von etwa 30 Metern. Der innere Teil des Rings ist komplett mit einem Sprungnetz versehen. Um auf diese Brücke zu gelangen müssen die Wagemutigen einen kleinen Sprungturm hinauf und sich von dort aus rund zwei Meter in die Tiefe stürzen. Kleine Stege verbinden die drei Ringe miteinander. Haben die Passanten das Ende der Brücke erreicht, führt eine Rutsche ans Ufer. Zwar gewann ACZ den Wettbewerb nicht, erreichte aber mit dieser ungewöhnlichen Idee immerhin den dritten Platz. Und doch: Ganz unrealistisch ist ihr Entwurfs-Gedanke nicht. Als Test wurde sowohl an Land als auch auf dem Wasser mit einem Prototypen experimentiert. Hier wurden allerdings je vier handelsübliche Trampolins mit etwas Abstand zueinander in das Feld innerhalb des Rings platziert. Es gilt also: genau zielen.

(Fotos: Sergi Grazia)

Bouncing Bridge