Transluzenz und Flexibilität – Logan Offices, SO-IL

Visuelle Zurückhaltung stand beim Entwurf des Büros der New Yorker Production- und Post-Production-Company LOGAN in einem rund 600 Quadratmeter großen Loft im Quartier SoHo im Mittelpunkt. Und doch schafft das Design-Office SO-IL mit einfachen Mitteln ein ungewöhnliches Raumerlebnis.
Prägendes Element ist ihr Umgang mit transluzenten Materialien an Decken und Wänden. Die eigentlichen Arbeitsplätze der Mitarbeiter befinden sich in zwei langen Räumen. Sie verteilen sich jeweils entlang eines langen Tisches, der den ganzen Raum durchzieht. Feste Arbeitsplätze gibt es hier nicht, Desk-Sharing ist das oberste Gebot – die Branche mitsamt ihrer flexiblen Arbeitsweise macht es möglich und nötig. Am Ende dieser Tische sind einige der Arbeitsplätze für Besprechungen durch eine Glaswand von den anderen getrennt. Durch die Fenster der Stirnseite lässt sich ein Blick auf die Stadt erhaschen. Nicht jedoch an den Längsseiten des Büros. Hier sind die Fenster mit transluzenten Wänden aus Nylon verdeckt. Diese Schicht verdeckt auch sämtliche Vertäfelungen, Rohre und sonstigen Details ohne sie zu verstecken. Auf dieselbe Weise sind die inneren Wände gestaltet. Bei entsprechenden Lichtverhältnissen lässt sich dadurch auf schemenhafte Weise erkennen, was in den anderen Räumen gerade passiert. Ebenfalls transluzent sind die abgehängten Decken. Auch sie funktionieren als eine große Lichtfläche. Die künstliche Beleuchtung wird hier durch eine PVC-Schicht gestreut. Lediglich ein graues Band mit Spotlights durchschneidet dieses homogene Weiß. Die nahezu fugenlos verkleideten Innenräume und die langen Tische vermitteln ein abstraktes Raumgefühl – die Maßstäbe scheinen zu verschwimmen, die Räume wirken endlos.
Alles andere als transparent und weitläufig erscheinen die drei Schnitträume. Sie sind fensterlos und rundherum mit gefaltetem Filz verkleidet, um optimale akustische Bedingungen zu schaffen. Hochwertig, aber im Vergleich gewöhnlicher gestaltet, sind schließlich die weiteren Nutzräume wie unter anderem Empfang und Küche.

 

(Foto: Iwan Baan)