Plastique Fantastique, Aeropolis

Im Sommer 2013 stoppte im Rahmen des Metropolis Festivals ein transparenter, aufblasbarer Pavillon in Kopenhagen: Aeropolis. Er machte an 13 verschiedenen Stationen Halt und bot den Rahmen für viele einzigartige Veranstaltungen.

Auf etwa 100 Quadratmetern Fläche hat Aeropolis einen Raum geboten, den nur eine durchsichtige, zum Teil spiegelnde Folie von der Außenwelt getrennt hat. Diese Haut war dabei so flexibel, dass sich die Form des Pavillons jedes Mal veränderte und den äußeren Gegebenheiten anpasste. Aeropolis quetschte sich, ähnlich einer riesen Seifenblase, zwischen Baumstämme und Laternenmasten, um den gewünschten Raum zu besetzen und dadurch die Aufmerksamkeit der Besucher auf unbeachtete Flecke zu richten. Alles, was sich im Innenraum abspielte, wurde zu mehr als nur zu einem Teil des städtischen Lebens. Der Pavillon mutierte zur Präsentationsbühne im urbanen Raum.

Die Events an den 13 verschiedenen Stationen in Kopenhagen wurden mit Hilfe der örtlichen Gemeindezentren durchgeführt. Die Nutzung des Pavillons wurde dabei der jeweiligen Location angepasst: Am Seeufer wurde Yoga geübt und meditiert, im Friedhof öffnete sich der Pavillon zum Himmel, auf der lautesten Verkehrsinsel der dänischen Hauptstadt wurde Aeropolis zur lautlosen Disco. Sogar im Inneren einer Kirche wurde der Pavillon aufgeblasen.

Plastique Fantastique, die kreativen Köpfe hinter Aeropolis, beschäftigen sich seit ihrer Gründung vor fünfzehn Jahren mit dem urbanen Raum und seiner Wandelbarkeit. Sie schaffen eine ganz neue Wahrnehmung des urbanen Raums durch leichte und flexible Folien-Strukturen, die das Kollektiv in unerwarteten städtischen Situationen aufbaut. Betrachter werden aus ihrer bekannten Wahrnehmung gerissen und erfahren ihre Umgebung neu.

(Fotos:Marco Canevacci, Camilla Mantovani)

 

 

Aeropolis