„The Pods" Freizeitzentrum. Scunthorpe

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In einem Landschaftspark im Norden der westenglischen Grafschaft Lincolnshire erhebt sich seit einem Jahr eine ebenso außergewöhnliche wie imposante Konstruktion – „The Pods“ nennt sich das neu errichtete Freizeitzentrum, das einen in die Jahre gekommenen Vorgängerbau ersetzt. Doch hinterlässt das Gebäude des Londoner Architekturbüros Andrew Wright & Associates nicht nur durch seine ausgefallene Gestaltung einen bleibenden Eindruck, sondern vor allem durch ein Gebäudekonzept, das die Faktoren Umweltschutz und Nachhaltigkeit in den Fokus rückt.
Die organische Form des „The Pods“ besteht aus fünf zusammengefügten Kuppeln – zusammen bilden sie die größte geodätische Struktur, die in England jemals in Holzbauweise errichtet wurde. Die Kuppeln scheinen aus der Landschaft emporzuwachsen und integrieren sich auf besondere Weise in den sie umgebenden Landschaftspark. Dieser wurde im Zuge des Neubaus erneuert und um Gestaltungselemente wie Plätze und Pavillons erweitert. Das auffallendste Merkmal des Entwurfs bildet neben seiner Form vor allem die verschiedenartige Gestaltung der Dächer, die von einer Aluminium-Eindeckung über Zedernschindeln bis zur extensiven Begrünung reicht. Eine durchgehende Dachhaut aus homogen verschweißten PVC Dachbahnen verhalf den Architekten dazu, verschiedene Deckungsarten mit maximaler Sicherheit zu kombinieren, und ermöglichte dadurch die außergewöhnliche Erscheinung des Entwurfs. In seinem Inneren beherbergt das Freizeitzentrum eine Vielzahl unterschiedlicher Einrichtungen: ein Schwimmbecken für Schwimmer und Nichtschwimmer, ein Fitnessstudio für bis zu 90 Gäste, eine multifunktionale Turnhalle, Besprechungs- und Meetingbereiche, ein Café, einen Kinderhort und den Verwaltungstrakt. Der Entwurf erfolgte nach den strengen Vorgaben, eine ausgezeichnete BREEAM* Zertifizierung zu erreichen, und wurde im Zuge dieser strengen Auflagen konsequent auf ökologische Verträglichkeit optimiert. So integrierten die Architekten eine Heizungsanlage, die Energie direkt aus Biomasse gewinnt, und ein System zur Wasserrückgewinnung, das die Bewässerung der begrünten Dächer gewährleistet. Diese wiederum schützen das Gebäude nicht nur vor der schädlichen Wirkung von UV-Strahlen, sondern speichern mehr als 60 Prozent des auftreffenden Niederschlags und geben ihn über Verdunstung an die Umwelt ab. Mit dem positiven Effekt, dass Staunässe im unmittelbaren Gebäudeumfeld vermieden wird und im Inneren des Gebäudes das ganze Jahr ein angenehmes Klima herrscht.

 

*BREEAM [BRE Environmental Asessment Method] ist die führende und am weitesten verbreitete Zertifiıierungsmethode für Gebäude.